Für die F.A.Z. habe ich einen Bericht über das mangelnde Angebot an Master-Studienplätzen in Deutschland geschrieben:

Sie jobbt als Kindergärtnerin, schiebt Nachtwache in einem Betreuungshaus für minderjährige Mütter und macht ein Praktikum beim Kinderschutzbund. Doch eigentlich ist das Warten für Jule Schwagereit derzeit der bestimmende Lebensinhalt. „Ich weiß noch nicht, ob ich einen Master-Studienplatz bekomme“, sagt die 26 Jahre alte Bachelor-Absolventin der Psychologie an der Universität Bremen. Mehr als zehn Bewerbungen habe sie an ihre bevorzugten Standorte verschickt. „Meine Chancen kann ich kaum einschätzen“, sagt Schwagereit. „Jede Hochschule strickt sich ihre eigenen Zulassungsvoraussetzungen.“ Und dass es nicht ausreichend Master-Studienplätze für alle Psychologie-Absolventen gebe, mache ihr natürlich auch Sorgen. „Was macht man denn, wenn man keinen Master anfangen kann?“ Gerade im Fach Psychologie reiche der Bachelor für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben nicht aus. „Der Master ist zum Beispiel eine Voraussetzung für die Approbation als Psychotherapeut“, sagt Schwagereit und fordert, dass das deutsche Hochschulsystem sämtlichen Bachelor-Absolventen einen Master-Studienplatz zusichern müsste.

Davon ist man jedoch weit entfernt: Nur für jeden dritten Bachelorabsolventen stehe in Deutschland auf längere Sicht ein Master-Studienplatz zur Verfügung, schätzt der Deutsche Hochschulverband (DHV).

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